Diskographie

Furiosa

Gottfried Finger: virtuose Musik für zwei Bassgamben
Bassgambe: Jessica Horsley & David Hatcher
Aufnahmeproduzent: Anthony Rooley
Pan Classics 2011

Diese CD-Aufnahme dokumentiert eine Entdeckung hervorragender Musik des bisher eher unbekannten Komponisten Gottfried Finger (ca. 1660–1730). Keines der über 30 Gambenwerke des Sünching Kodexes, die neulich Finger zugeordnet wurden, wurde vorher aufgenommen und die Mehrheit war unveröffentlicht. Die Werke – hier zum ersten Mal präsentiert – erforderten eine umgehende Neubewertung nicht nur von Fingers Gesamtschaffen, sondern sogar vom Gambenrepertoire überhaupt.

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„Trotz der Qualität seiner Musik führte Finger bislang eher ein Randdasein in der Diskografie. Jessica Horsley und David Hatcher holen ihn mit dieser Einspielung in den verdienten Mittelpunkt. Was die beiden hier auf ihren Bassgamben zaubern, nimmt für die Musik Fingers unmittelbar ein und lässt nach mehr verlangen.“
Discplus

„Horsley und Thatcher … arbeiten wunderschön zusammen. Sie mischen ihre Klänge mit großer Sensibilität und Einheit wo angesagt und konkurrierend für Virtuosität in einer freundlichen Art und Weise, die als Lektion für uns alle dienen sollte.
Dies ist eine hervorragende Aufnahme mit herrlichem Klang. Sie enthält viel spannende, barocke Gambenmusik durch zwei wunderbar abgestimmte Musiker bis ins Aeusserste ausgelotet…“
David W. Moore, in: American Record Guide (Mai/Juni 2011), Bd. 74, Nr. 3, S. 119.

Aller guten Dinge sind vier

75 JAHRE Schola Cantorum Basiliensis
Canzon del Principe / Preludes choisis / Meister der Italienischen Renaissance / Giorno e Notte
Divox 2008

Die vier guten Dinge, die hier als 4-CD-Schuber gesammelt sind, sind hervorragende Aufnahmen der Schola Cantorum Basiliensis. Die wohl bedeutendste Hochschule auf diesem Gebiet beherbergte über das Dreivierteljahrhundert ihrer Existenz zahlreiche namhafte Künstler und Spezialisten der historischen Aufführungspraxis. Nun erscheinen bei DIVOX in Zusammenarbeit mit dem WDR wieder vier ihrer bedeutendsten Produktionen, darunter Canzon del Principe mit The Earle His Viols, um 75 Jahre „Artists of the Schola Cantorum Basiliensis“ zu feiern.

La tavola cromatica

Chromatische und enharmonische Musik für Gambe aus dem Umfeld von Kardinal Francesco Barberini, Rom, um 1635
Mit Werken von Bottrigari, Nenna, Waesich, Rossi, Venosa, Buono, Mazzocchi, Kapsberger, Merula und Eredia

In den 1630er Jahren zählte Kardinal Francesco Barberini, ein Neffe des Papstes Urban VIII., zu den einflussreichsten Mäzenen Roms. Er unterhielt eine musikalische Akademie, bei der zusätzlich zu virtuosen Sängern und Instrumentalisten vor allem ein Gambenensemble unter der Leitung Virgilio Mazzocchis zum Einsatz kam. Die Gamben waren mit zusätzlichen Bünden eingerichtet, um hochchromatische Madrigale und Instrumentalstücke zu spielen. Auf Grund der Forschung Martin Kirnbauers trat The Earle His Viols in den Fussstapfen von Barberinis accademia. Die Klänge sind ausserordentlich und hochmodern.

THE EARLE HIS VIOLS:
Irene Klein, Jessica Horsley, Brigitte Gasser, Randall Cook
unter freundlicher Mitwirkung von Uri Smilanski
Sopran: Evelyn Tubb
Harfe: Marie Nishiyama
Raumklang 2004

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„Fast jedes Stück auf der CD ist eine Offenbarung.
Fazit: Kaufen und hören! “
Pierre Funck, Viola da Gamba Mitteilungen

« L’interprétation de ce programme innovant et judicieusement constitué est admirable. Le travail des violistes sur l’intonation, la connivence expressive et l’intelligibilité du contrepoint jusque dans les entrelacs les plus névrotiques sont de perpétuels objets d’admiration. »
Denis Morrier, « 5 Diapason », Diapason

„…sauber, klangvoll, atmet unablässig. Und keine Sensation wird verschenkt…“
Volker Hagedorn, Die Zeit

Canzon del principe

Musik um 1600 aus der Handschrift London, British Library MS Add. 30491, gesammelt von Luigi Rossi (1598–1653)
Divox 2001

Diese CD-Aufnahme präsentiert KünstlerInnen der Schola Cantorum Basilensis unter der Leitung von Anthony Rooley. Sie stellt die Realisierung eines Traumes von Rooley dar, die Kernstücke des ausserordentlichen, von Luigi Rossi niedergeschriebenen Manuskriptes in der British Library (MS Add. 30491), das er dort 1973 entdeckte, aufzunehmen. Komponist, Harfenist und Organist legte Rossi den Hauptteil des Manuskriptes vermutlich um 1615 in Neapel an und es vermittelt einen aussergewöhnlichen Einblick in die neapolitanische Instrumentalmusik zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die Werke waren von Wissenschaftlern bisher hauptsächlich der Harfe oder Orgel zugeschrieben; diese Aufnahme etabliert das Rossi Manuskript als wichtige Gambenmusikquelle.

THE EARLE HIS VIOLS:
Irene Klein, Jessica Horsley, Brigitte Gasser, Randall Cook
Sopran: Evelyn Tubb
Viola bastarda: Paolo Pandolfo
Cembalo & Orgel – solo: Andrea Marcon
Tripelharfe: Marie Nishiyama
Cembalo & Orgel – continuo: Johannes Strobl
Konzept & Leitung: Anthony Rooley

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«un surprenant début discographique»
Pablo Galonce, « Choc » du Monde de la Musique

„Besonders reizvoll die Interpretationen mit Gamben-Consort, deren zarte Melancholie unmittelbar bezaubert. “
Christoph Ballmer, Neue Zürcher Zeitung

„Die Kühnheit der Musik und die Qualität der Interpretation stehen auf gleicher Höhe. “
Basler Zeitung

« Certaines pièces aux ornementations diaboliques pourraient paraître injouables, pures visions de l’esprit du transcripteur de l’époque. Pourtant, chaque note est à sa place, dans une perfection qui laisse pantois. »
Thierry Dagon, Schweizer Musikzeitung